Ab Anfang der 1960 Jahre beschaffte die Bundeswehr 102 Brückenleger M48A2 aus den USA. Mit dieser Brücke konnten Hindernisse bis ca. 18 m überwunden werden. Der Brückenleger arbeitete mit dem weit verbreiteten Scherenprinzip, das den taktischen Nachteil hat, dass die Brücke beim Verlegen leicht aufzuklären ist.

Bereits Mitte der 1960 Jahre wurden deshalb der Auftrag zur Konstruktion eines Brückenlegers mit einem weniger auffälligen Verlegeverfahren erteilt. Es wurden zwei Prototypen mit einer Schubbrücke, einer mit Vorbau-Teleskoparm und einer im freien Vorbau, gebaut. Nach den ersten Systemtests wurde entschieden, die Variante mit freiem Vorbau zur Serienreife weiter zu entwickeln.
Zwischen 1973 und 1975 beschaffte die Bundeswehr 105 Brückenlegefahrzeuge mit Brücke vom Typ Biber und zusätzlich 19 Brückensätze.
Basis des Brückenlegers ist der Kampfpanzer Leopard 1. Die Fahrleistungen des Fahrzeuges, speziell die Geländegängikeit, sind wegen des Brückenaufbaus und des daraus resultierenden hohen Schwerpunktes schlechter als die des Kampfpanzers. Der Schutz der Besatzung entspricht dem des Panzers.Mit einer Brücke können Hindernisse bis 20 m Breite überbrückt werden. Mit überlappender Verlegung sind größere Breiten möglich.
Zusätzliche Brücken werden auf speziellen Anhängern nachgeführt.
Es sind 240 Fahrzeuge produziert worden, die in mehr als 10 Ländern eingesetzt werden.
Ende der 1970-ger Jahre wurde versucht eine mechanische Brücke zu entwickeln, mit der größere Hindernisse überbrückt werden können. Basisfahrzeug war der Leopard2, der Verlegemechanismus stammte vom Biber. Es sollten ähnlich der TMM oder AM-50 Brückenabschnitte mit Stützen zu einem Brückenband zusammengefügt werden. Wegen der Komplexität des Stützmechanismus ist das Projekt, Schnellbrücke auf Stützen (SAS), anfang der 1980-ger Jahre eingestellt worden.

Rheinmetall Landsystem bietet den Brückenleger immer noch an.
GDELS hat die Vermarktungsstrategie für seine Produkte geändert. Der Biber wird jetzt als Anaconda bezeichnet. Die Brücke ist mit neuer Lastklasse rezertifiziert worden. Sie hat nun die Lastklasse MLC80+. Das System Anaconda steht nicht mehr nur für den ehemaligen Brückenlegepanzer Biber, sondern wird nun, wie das System Leguan, als Brückenlegesystem für beliebige Transport- und Verlegfahrzeuge auf Basis von Rad- und Kettenfahrgestellen angeboten.
| Besatzung | 2 Mann |
| Abmessungen der Brücke | |
| Länge | 22 m |
| Breite | 4 m |
| Gewicht der Brücke | 9,94 t |
| Abmessungen Fahrzeug mit Brücke | |
| Länge | 11,82 m |
| Breite | 4 m |
| Höhe | 3,55 m |
| Masse Fahrzeug | 45,3 t |
| Tragfähigkeit Kettenfahrzeuge | ca. 60 t |
| Höchstgewschwindigkeit | 60 km/h |





