Die Brückenbaupioniereinheiten der NVA waren mit in der DDR produzierten Rammfähren ausgerüstet.
Die Rammfähre RF-68 löste ab 1970 die in der Nutzung befindliche Rammfähre RF 64 ab. Es wurden 7 Rammen geliefert.
Die Rammfähre besteht aus zwei 6-m Pontons und zwei 3-m Pontons. Die 6-m Pontons sind mit je einer Rammsektion, einer Ankerwinde und einem halben Verbindungsrahmen ausgerüstet. Die 3-m Pontons sind mit je einer Ankerwinde, einer Handwinde und einem Verbindungsrahmen ausgerüstet. Die Winden für die Rammsektionen und die Ankerwinden werden manuell betätigt. Es wurden 3 Rammgeräte DCB-6, mit je 2 Dieselrammen NB 180, das aus der CSSR importiert wurde, verwendet. Je 1 Rammsektionen befand sich auf einem 6-m Ponton. Die dritte Rammsektion wurde auf dem Transportfahrzeug IV transportiert. Sie konnte auf der Rammfähre oder dem Transportfahrzeug genutzt werden.
Zur Rammfähre gehören 4 LKW. Transportfahrzeug I transportiert die gekoppelten 3-m Pontons. Auf dem Transportfahrzeug II und III wird je ein 6-m-Ponton mit Rammsektion und Ankerwinde transportiert. Transportfahrzeug IV, ein Pritschenfahrzeug, transportiert die dritte Rammsektion, EWZ und diente als Zugfahrzeug für ein Bugsierboot. Anfangs wurden Bugsierboote BB-120, DDR Lizenzproduktion des sowjetischen BMK-90, später BMK-130 M, sowjetischer Produktion, verwendet. Als Basisfahrzeug wurden ursprünglich Lkw G5, später Ural-375D eingesetzt.
| Bedienung | 12 Mann |
| Pfahljochbreite | |
| bei 4 Pfählen | 4,5 m |
| bei 6 Pfählen | 7,5 m |
| Pfahljochhöhe über Wasserspiegel | |
| max. | 1,6 m |
| min. | 0,1 m |
| Pfahljochabstand | |
| max. | 6 m |
| min. | 2 m |
| Länge | 13,6 m |
| Breite | |
| max. | 9,5 m |
| min. | 5,5 m |
| Höhe | |
| mit montierter Rammsektion | 5,5 m |
| mit demontierter Rammsektion | 2,1 m |
| max. Strömungsgeschwindigkeit | 2 m/s |
| max. Wellenhöhe | 0,5 m |
| max. Windstärke | 8 |








Bei gleichbleibenden Grundaufbau wurden die manuellen Winden für die Rammen durch elektrische Winden ersetzt. In den 3-m Pontons wurden Elektroaggregate plaziert, die Strom für die Winden und einen Beleuchtungssatz lieferten.
Bis 1980 sollten 83 Rammfähren an die NVA ausgeliefert werden.
Ab 1980 wurde die Rammfähre RF-78 in die NVA eingeführt. Hauptsächlicher Unterschied zur RF-68M war die Nutzung einer anderen Rammsektion mit der sowjetischen Dieselramme DM-150A.
Als Transportfahzeuge wurden URAL-375D verwendet. Als Mitte der 1980-ger Jahre Ural 4320 zur Verfügung standen, wurden diese benutzt.
Insgesamt war die Einführung von 70 Rammen bis 1990, davon 50 bis 1985 vorgesehen. Die Bundeswehr hat 63 RF-78 übernommen.
| Bedienung | 11 Mann |
| Pfahljochbreite | |
| bei 4 Pfählen | 3,5 - 6 m |
| bei 6 Pfählen | 5 - 6 m |
| Pfahljochabstand | |
| max. | 6 m |
| min. | 2 m |
| Länge | 13,16 m |
| Breite | |
| max. | 9,5 m |
| min. | 5,5 m |
| Höhe | |
| mit montierter Rammsektion | 6,5 m |
| mit demontierter Rammsektion | 1,9 m |
| max. Strömungsgeschwindigkeit | 2 m/s |
| max. Wellenhöhe | 0,5 m |
| max. Windstärke | 6 |
| Abmessungen Transportfahrzeuge | |
| Transportfahrzeug I | |
| Länge | 9,7 m |
| Breite | 2,7 m |
| Höhe | 3,35 m |
| Transportfahrzeug II und III | |
| Länge | 9,54 m |
| Breite | 2,7 m |
| Höhe | 3,6 m |
| Masse Transportfahrzeuge | |
| Transportfahrzeug I | 12,95 t |
| Transportfahrzeug II und III | 13,44 t |


