In der zweiten Hälfte der 1940-er Jahre begann man in der Sowjetunion mit der Entwicklung eines Schwimmwagens der größere Lasten als der, nach dem Vorbild des amerikanischen DUKW gebaute, Schwimmwagen BAW transportieren konnte. 1950 wurde das Fahrzeug in die Ausrüstung der sowjetischen Armee aufgenommen. Nach der Erprobung begann 1952 die Serienproduktion. 1958 wurde die Produktion in einen Betrieb verlegt, der keine Erfahrung mit der Produktion solcher Fahrzeuge hatte. Die Arbeiter mussten entsprechend ausgebildet und geschult werden, der Betrieb musste für die Produktion ausgerüstet werden, so dass am 31.12.1959 das erste Fahrzeug ausgeliefert werden konnte und bis 1965 wurde mit Chargen von 10 - 15 Einheiten pro Monat produziert.
Der Schwimmkörper des Schwimmwagens besteht aus einer mit Blech beplankten, oben offenen Holmstruktur. Am Heck befindet sich eine bewegliche Heckklappe, über die das Fahrzeug beladen wird. An der Heckklappe befinden sich zwei klappbare Rampen, die die Auffahrt auf das Fahrzeug ermöglichen. Die Tragkonstruktion für die Fahrspuren der Rampe sind an der Aussenseite der Rampe befestigt. Tragfähige Auflagen auf den Holmen bilden die Fahrspuren, auf denen die zu transportierende Last im Schwimmkörper steht.
Zwischen und teilweise unter den Fahrspuren befinden sich im Schwimmkörper der Motor, die Kraftübertragung und die Ausrüstung des Schwimmwagens. Angetrieben wird der Schwimmwagen von einem 4-Zylinder-2-Takt-Dieselmotor, der auch im Bugsierboot BMK-130 verwendet wird. Die Kraft wird von der Hauptkupplung auf das Getriebe übertragen. Von dort zum Verteilergetriebe. Vom Verteilergetriebe werden die beiden Propeller, die Seilwinde, die Lenzpumpen und die Ketten angetrieben. An Land fährt das Fahrzeug mit einem Kettenlaufwerk, auf dem Wasser treiben zwei Propeller in Propellertunneln das Fahrzeug an. Die Fahrerkabine ist offen. Das Lenzsystem bestand aus zwei vom Verteilergetriebe angetriebenen Lenzpumpen mit je 400 l/min Förderleistung.
Der K-61 ist für den Transport von Fahrzeugen, Geschützen und Lasten bis 5 t geeignet. Es können maximal 40 Personen transportiert werden. Während der Erprobung des Schwimmwagens wurden Versuche zur Erstellung von Fähren mit bis zu 5 Schwimmwagen durchgeführt. Als Fahrbahn wurden die Fahrbahnkomponenten des Pontonparks TPP verwendet, die quer über die nebeneinander liegenden Schwimmwagen gelegt wurde.
Der Schwimmwagen wurde ab Ende der 1960-er Jahre durch den Schwimmwagen PTS ersetzt. Er bildete auch die Grundlage für andere Pioniertechnik, wie die Kettenfähre K-71 oder das Rammfahrzeug PSK-500.
Der Schwimmwagen wurde von den Streitkräften der Länder des Warschauer Vertrages, Ägypten, Syrien und Indonesien genutzt. Häufig wurde er nach der Aussonderung aus den bewaffneten Kräften im Zivilschutz oder der Volkswirtschaft genutzt.
| Abmessungen | |
| Länge | 9,15 m |
| Breite | 3,15 m |
| Höhe | 2,15 m |
| Tragfähigkeit | |
| Wasser | 5 t |
| Land | 3 t |
| Leermasse | 9,5 t |
| Maximale Geschwindigkeit | |
| Wasser mit 5 t Last | 10 km/h |
| Strasse | 36 km/h |
| Gelände | 25 km/h |
| max. Strömungsgeschwindigkeit | 2,5 m/s |
| max. Einsatzzeit auf dem Wasser | 10 h |
| Besatzung | 2 Mann |







