In der zweiten Hälfte der 70-ger Jahre wurde die Ponton-Brücken Maschine PMM-2 entwickelt. Auch sie sollte zum Überwinden von Wasserhindernissen ab 200 m Breite zum Einsatz kommen. Die höchste Effizienz wurde bei Flussbreiten zwischen 600 m und 6 km erreicht.
Die Einsatzgrundsätze entsprechen denen der PMM.
Die PMM-2 wurde als Kettenfahrzeug entwickelt. Es wurden Komponenten des Fahrwerks und der Kraftübertragung des T-64, wie bei dem PTS-2, benutzt. Der Motor stammt ebenfalls vom T-64. Das Schema der Kraftübertragung und Motorkühlung entsprechen denen des PTS-2. Das Abgassystem mit den Ejektoren wurde an die Platzverhältnisse im Schwimmkörper angepasst. Das Fahrzeug verfügt über eine Feuerlöschanlage für den Schwimmkörper, die automatisch oder manuell ausgelöst werden kann. Die Kabine ist leicht gepanzert, Bewaffnung ist auch hier nicht vorhanden. Es sind Schutzvorrichtungen gegen atomare, biologische und chemische Waffen vorhanden. Das Lenzsystem besteht aus 1 Kreiselpumpe mit einer Leistung von 1000 l/min und 4 Kreiselpumpen mit einer Leistung von je 400 l/min. Die kleinen Pumpen lenzen Wasser auch aus den Pontons. Der Wasserantrieb erfolgt mittels zweier Mantelpropeller an denen die Ruderanlage befestigt ist. Bei Landfahrt werden die Propeller in die zwei flachen Tunnel am Heck gezogen. Für Wasserfahrt werden die Propeller auf Höhe der Ketten heruntergelassen. Der Motor wird bevorzugt elektrisch gestartet, ein Druckluftanlasssystem ist vorhanden. Es dient als Notsystem falls die Batterien leer sind oder zur Unterstützung bei schwachen Batterien oder sehr niedrigen Temperaturen. Ein Kompressor oder andere Druckluftkomponenten sind nicht vorhanden. Die Pontons und Auffahrrampen werden hydraulisch betätigt.
Für den Eisenbahntransport können die Pontons als Paket über das Heck abgelegt werden. Dazu sind an den hinteren Ecken des Schwimmkörpers zwei Rollen angebracht und das Fahrzeug ist mit einer Seilwinde und weiterer Ausrüstung zum Ablegen und Aufnehmen des Pontons ausgestattet. Die Pontons sind an den Auflageflächen der Rollen mit Schienen versehen.
Bei der PMM-2M wurde die Tragfähigkeit der Fähre um 2,5 t angehoben, um dem steigenden Gewicht der Kampfpanzer gerecht zu werden. Allerdings verringerte sich dadurch die Tragfähigkeitreserve der Fahrzeuge. Erkennbar ist die PMM-2M an der geringeren Anzahl der Fenster der Fahrerkabine. Die PMM-2 hat 5 die PMM-2M nur 4. Die Neigung des Bugs der PMM-2M ist weniger steil als bei der PMM-2. Dadurch liegen die Scheinwerfer tiefer in ihren Schächten. Sie sind jetzt vollkommen versenkt. Durch die geringer Neigung ist der Bug der PMM-2M auch nicht so spitz wie bei der PMM-2.
Die Produktion der PMM-2 und PMM-2M ist 1992, nach der Unabhängigkeit der Ukraine und dem Wechsel zu einer neuen Militärdoktrin, beendet worden. Das letzte Produktionslos der PMM-2M war noch nicht ausgeliefert worden. 2 Maschinen erwarb 1992 die chinesische Armee. In China wurde die Maschine mit der Bezeichnung GZM-003 nachgebaut.
Bereits 1986 wurde der Auftrag zur Entwicklung eine Fähre mit 50 t Nutzlast unter der Bezeichnung Produkt 851 erteilt.
Ende der 1970-ger Jahre wurde auf Basis der PMM-2M das Ufer-Brückenfahrzeug BMM entwickelt.| Besatzung | 3 Mann |
| Masse | 36 t |
| Nutzlast | |
| PMM-2 | 42,5 t |
| PMM-2M | 45,0 t |
| Motorleistung | 710,54 PS |
| Abmessungen | |
| Länge | 13,38 m |
| Breite | 3,36 m |
| Höhe | 3,85 m |
| Geschwindigkeit | |
| Strasse | 55 km/h |
| Wasser leer | 12,8 km/h |
| Wasser beladen | 10 km/h |
| Seetauglich bis Seestärke | 2 |
| Maximale Strömungsgeschwindigkeit | |
| Gebirgsflüsse | 2 m/s |
| Flüsse im Flachland | 2,5 m/s |







